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Lebenslauf von Konrad Zuse

Dipl.-Ing.
Honorarprofessor
Dr.-Ing. mult. E.h.
Dr. mult. rer. nat. h. c.        
Dr. techn. h. c.
Dr. h.c. sc. tech.
Dott. h.c. math. 

Geboren: 22. Juni 1910 in Berlin-Wilmersdorf
Verstorben: 18.12.1995 in Hünfeld
Eltern: Postbeamter Emil Zuse und Maria Zuse, geb. Crohn
Konfession: evangelisch 
Ehefrau: heiratete am 06. Januar 1945 Gisela, geb. Brandes
Kinder: Horst, Monika (verstorben), Ernst (verstorben), Hannelore und Peter

Schulzeit
1916 bis 1924    Gymnasium Hosianum in Braunsberg/Ostpreußen
1924 bis 1927    Reform-Real-Gymnasium in Hoyerswerda/Schlesien
1928                     Abitur 


Beruflicher Werdegang
1928 - 1935
Studium Bauingenieurwesen

1935
Diplom-Hauptexamen an der Fakultät für Bauingenieurwesen, 
Abteilung: konstruktiver Ingenieurbau, Techn. Hochschule Berlin-Charlottenburg.
Nach dem Studium Statiker bei den Henschel-Flugzeug-Werken in Berlin-Schönefeld.

1936 - 1938
Fertigstellung der ersten, noch ganz mechanisch arbeitenden Rechenmaschine, die "Z1" (Versuchsmodell).

1937
Beginn der Entwicklung elektronischer Rechenanlagen mit Dr. Schreyer.

1938
Fertigstellung des Gerätes "Z2" mit einem Rechenwerk in elektromechanischer Technik (erste Versuchsrechnungen für kleine Programme) mit elektromagnetischen Relais für das Rechenwerk, kombiniert mit dem mechanischen Speicherwerk der "Z1".

1941
Nach Unterbrechung der Arbeiten durch Einberufung bei Kriegsausbruch entstand 1941 das Gerät "Z3", das erste voll funktionsfähige Modell in der elektromechanischen Technik. Das Gerät "Z3" war der erste zufriedenstellend arbeitende Computer der Welt und wurde 1943 im Bombenkrieg zerstört. Ein historisch getreuer Nachbau befindet sich heute im "Deutschen Museum" in München. Gründung der Firma  "Zuse Apparatebau Berlin".

1941 - 1945
Bau mehrerer Spezialgeräte, zum Teil mit direkt gekoppelten Messgeräten (Flügelvermessung). Erste Prozesssteuerung mit Computer. Bau eines verbesserten universalen Gerätes "Z4" in elektromechanischer Relaistechnik mit mechanischem Speicherwerk.

1945  -  März 1945
Verlagerung aus Berlin mit dem Gerät "Z4" nach Göttingen. Dieses Gerät konnte als einziges vor den Bombenangriffen bewahrt werden. Vorführung des Gerätes in der Aerodynamischen Versuchsanstalt (AVA) in Göttingen. Weitere Verlagerung  nach Bayern (Haus Ingeborg, Oberjoch bei Hindelang/Allgäu).

April 1945
Unterstellung des Gerätes "Z4" in Hinterstein bei Hindelang/Allgäu. Unterkunft in Hinterstein. Auflösung der Firma "Zuse Apparatebau Berlin". Entwicklung einer universalen algorithmischen Sprache unter der Bezeichnung "Plankalkül" .

1949
Gründung der Firma "Zuse KG" in Neukirchen (Kreis Hünfeld/Hessen), später Umzug nach Bad Hersfeld.

1950
Aufstellung des Gerätes "Z4" an der ETH (Eidgenössischen Technischen Hochschule) in Zürich/Schweiz. In den folgenden Jahren Entwicklung weiterer programmgesteuerter Rechengeräte in elektromechanischer Technik, Röhrentechnik und Transistortechnik (Modelle "M9", Z11", "Z22", "Z23", "Z25" und "Z31").

1959
Entwicklung eines automatischen Zeichentisches ("Graphomat Z64").

1964
Ausscheiden aus der "Zuse KG" als aktiver Teilhaber,  stufenweise Änderung der Besitzverhältnisse der Firma. Der Betrieb befindet sich ab 1966 zu 100 % in den Händen des Hauses Siemens AG. Der Firmenname "Zuse KG" ist heute erloschen.

ab 1964
Verschiedene Tätigkeiten als Berater und freier Mitarbeiter bei der Firma Siemens AG und "Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung mbH Bonn" (GMD) sowie Zahnradfabrik Friedrichshafen AG.

ab 1966 
Beschäftigung mit den theoretischen Grundlagen der Computertechnik und wissenschaftlichen Arbeiten.  Seit 1986: Nachbau des historischen Gerätes "Z1". Der "Z1"-Nachbau steht heute im "Deutsches Technik Museum" in Berlin.

 

Würdigung durch zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen im In- und Ausland.
Quelle: "Konrad Zuse-Portrait eines Erfinders"; zusammengestellt von H. Zuse-Stöcker, Eigenverlag, 1988)

 
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